VIDEO UND AUDIO
Gottes Werk und Googles Beitrag - Zeitungsverlage und die Herausforderungen der Link-Ökonomie
V.l.n.r: Dr. Till Jaeger, Christoph Keese, Matthias Spielkamp, Malte Spitz, Dr. Eva-Maria Schnurr.
20. Januar 2010
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in unserem Kalender-Eintrag.

Auf dem Podium:

Moderation: Matthias Spielkamp (Freier Journalist, Projektleiter iRights.info, Berlin)

Mitschnitte:

Wir bedanken uns bei Carta.info für den Videomitschnitt und das Streaming der Veranstaltung.

Mitschnitt der Podiumsdiskussion "Gottes Werk und Googles Beitrag"
20. Januar 10
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Reaktionen (2)
1_ Lars Schönfeld
25. January 2010, 07:47 Uhr

Kein Vertreter aus der SEM-Welt? Nur Lobbyisten und Politiker, aber dann nicht mal ein Pirat? Das kann ja nur in die Hose gehen! Und nicht vergessen: auch der Springer-Verlag verdient Geld mit Online-Werbung und Clicks auf aeinen Websites.
2_ Konrad
23. January 2010, 22:55 Uhr

Natürlich weicht Christoph Keese einer präzisen Definition aus, anhand welches Kriteriums bei Weiterverwertung zwischen Urheber- und Leistungsschutzrecht abgegrenzt werden soll, denn eine genauere Betrachtung der Frage würde noch deutlicher den Umstand hervortreten lassen, daß die Verlage in einer Onlinewelt eigentlich gar nicht mehr gebraucht werden. Früher bestand ihre Leistung darin, die Verbreitung des Inhalts technisch und logistisch zu organisieren. Den ganzen Prozeß der Vorbereitung, der Aufbereitung, des Druckens, des Vertriebs usw. Im Internet kann sich jeder selbst verlegen. Und gerade Google hat sich von Anfang an durch das absolut minimalistische Portal hervorgetan. Es gibt keine Zusammenstellung vorselektierter Inhalte oder käufliche Suchergebnisse, die Plattform ist im wesentlichen total neutral. Das ist das ursprüngliche Erfolgsgeheimnis. Das heißt, jeder Benutzer bzw. Konsument kann auf sehr direktem Wege genau die Inhalte finden, die ihn interessieren, selbst wenn sie nur irgendein unbekannter Amateur veröffentlicht hat. Die Verläßlichkeit der Information ist leicht einzuschätzen, indem man andere Quellen hinzuzieht, die auf dem selben Wege sehr einfach erreichbar sind. Die Struktur der alten Medien ist im Grunde bereits überflüssig, sie existiert nur noch wegen der relativen Trägheit solch großer Wandlungen. Und Qualitätsjournalismus ist auf diese Strukturen gar nicht angewiesen, entgegen dem Eindruck, der immer gern verbreitet wird. Wie Frau Schnurr sagt: Die großen Presseverlage wollen selbst nicht angemessen dafür zahlen. Sie spielen sich nur als Garant für diesen Wert auf, um ihre Forderungen als Interessen der Allgemeinheit erscheinen zu lassen. Journalisten können die Verlage einfach in der Verwertungskette einsparen, so können sie den Wert ihres Tuns viel effizienter wirtschaftlich ausschöpfen, sie können zudem freier arbeiten und die Publikation ihres Werks besser kontrollieren.
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